{rezension} scorched - jennifer l. armentrout

Andrea und Tanner. Tanner und Andrea. An den meisten Tagen weiß Andrea nicht, ob sie Tanner näherkommen oder ihm lieber eine verpassen will. Er ist definitiv heiß, aber sie halten es fast nie länger als fünf Minuten in einem Raum zusammen aus. Bis jetzt. Der gemeinsame Sommerurlaub in einer Hütte in West Virginia ändert alles. Plötzlich können die beiden nicht mehr ohne einander. Aber Andrea hat private Probleme, die sie völlig aus der Bahn werfen und ihre Liebe zu Tanner zu zerstören drohen. Wird Tanner dennoch für sie da sein?
(Klappentext)


Andrea und Tanner sind die beiden besten Freunde von Sydney und Kyler und hatten auch schon kleinere Auftritte in "Frigid", wo ich sie schon als Nebencharaktere interessant fand.
Der Einstieg in das Buch hat mir richtig gut gefallen, Andrea und Sydney quatschen zusammen über die verschiedensten Dinge. Man erfährt ein wenig, wie es mit ihr und Kyler weitergegangen ist und als Tanner und Kyler auftauchen, entsteht schon ein ziemlicher Streit zwischen den beiden Hauptprotagonisten dieser Geschichte.
Die Auseinandersetzungen fand ich überzeugend gemacht, was ich jedoch ein bisschen seltsam fand, wie schnell sie Tanners Meinung über Andrea geändert hat. Zunächst hat er kein richtiges Interesse an ihr und dann möchte gerne mit ihr zusammen sein. Ihm fällt dieser plötzliche Umschwung selbst auf, aber trotzdem hat es für mich nicht so richtig gepasst und war ein wenig unrealistisch.
Andrea dagegen ist schon länger in Tanner verliebt, hat aber auch aus bestimmten Gründen gemischte Gefühle gegenüber ihm. Wie auch der erste Teil wird aus der Sicht von Tanner und Andrea erzählt, so dass die Gefühle und Gedanken schön nachvollziehbar waren.
Der Schreibstil von Jennifer L. Armentrout war wie gewohnt super, das Buch war sehr flüssig zu lesen.
Sobald die beiden dann in der Hütte im Urlaub sind, knistert es immer mehr zwischen ihnen, die Streitereien werden deutlich weniger und die spüren die starke gegenseitige Anziehungskraft.
Andrea fand ich als Protaginstin wirklich interessant. Sie hat viele Probleme, die sie belasten, die sie zu verdrängen versucht. Wenn es ihr schlecht geht, greift sie oft zu Alkohol und will damit ihre Unsicherheiten und Ängste verdrängen. Durch ihre Probleme hat sie auch ein gewisses Selbstwertproblem, dass sie denkt, sie hätte Liebe gar nicht verdient. 
Tanner war mir auch gleich sympathisch. Ich fand es gut, wie er um Andrea gekämpft hat, nicht so schnell aufgegeben hat und auch sie mit ihren Problemen akzeptiert hat und ihr gleichzeitig damit auch helfen wollte. Ich hätte mir bei ihm nur charakterlich ein bisschen mehr gewünscht. Die Thematik mit seinem Vater und auch Tanners Rolle als Frauenheld, der erst keine Beziehung will, wurden meiner Meinung nach zu kurz angesprochen.
Die Handlung fand ich insgesamt gut gemacht und ein schöner zusätzlicher Aspekt war, dass Sydney und Kyler einige Auftritte in diesem Buch hatten, weil ich sie so gerne mag.


Das Buch hat mir gut gefallen, aber der Umschwung von Streitereien zu einer Liebesgeschichte kam mir doch ein wenig zu plötzlich und wirkte leicht unrealistisch. 


Vielen Dank an den Piper-Verlag für die 
Bereitstellung des Rezensionsexemplares.


Scorched


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