{rezension} dich immer wiedersehen - jennifer e. smith

Stromausfall in New York: Lucy und Owen lernen sich irgendwo zwischen dem 10. und 11. Stock kennen, steckengeblieben im Fahrstuhl eines Hochhauses. Doch auch in völliger Dunkelheit sind sich die beiden gleich sehr sympathisch. Als sie nach ihrer Rettung durch die dunklen Straßen von Manhattan schlendern, steht für beide fest, dass sie ziemlich gut zusammenpassen. Doch mit dem Strom kehrt leider auch die Realität zurück: Lucy wird mit ihren Eltern in wenigen Tagen nach Europa ziehen. Wann und wo wird sie Owen wiedersehen?
(Klappentext)


Die Idee hinter der Geschichte hat mir unglaublich gut gefallen. Zwei Menschen, die in einem Fahrstuhl stecken bleiben und sich gleich gut verstehen, deren Wege sich aber unweigerlich trennen müssen.
Beide Protagonisten wirkten einsam und irgendwie verloren. Lucy hat eigentlich keine Freunde, weil sie immer Zeit mit ihren Brüdern verbracht hat und ihre Eltern fast immer nur auf Reisen sind. Owen trauert wegen dem Tod seiner Mutter und danach haben er und sein Vater Probleme ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. So sind Owen und Lucy beide nicht unbedingt glücklich und machen sich Gedanken um ihre jeweilige Zukungft, als sie sich treffen und ihre gemeinsame Zeit bringt ein wenig Hoffnung und Lebensfreude mit.
Auch wenn sie charakterlich auch doch verschieden sind, z.B. liebt sie New York und er ist überhaupt nicht begeistert von der Stadt und fühlt sich dort überhaupt nicht wohl. Aber es passt einfach zwischen ihnen und haben viele Themen, über die sich unterhalten können, wo Irgendwo und Nirgendwo und dem Gefühl von zu Hause eine große Rolle spielen.
Doch nach der Nacht ohne Strom stellt sich die Frage, wie es weitergeht. Ihre Wege erstmal in grundsätzlich verschiedene Richtungen, aber trotzdem sie versuchen sie in Kontakt zu bleiben. Hier hat mir richtig gut gefallen, wie die Autorin Konflikte angesprochen hat und ich liebe das Detail mit den Postkarten dabei.
Das Buch wird aus der dritten Person aus der Sicht von Owen und Lucy erzählt, so dass der Leser die ganze Zeit weiß, was sie an den verschiedenen Orten erleben und welche Gefühle und Gedanken sie zu dem jeweils anderen haben.
Ich mochte die Geschichte wirklich gerne, ich fand es interessant und überzeugend, wie die Beziehungen von Owen und seinem Vater und Lucy und ihren Eltern sich entwickelt haben und was sonst noch in ihrem Leben passiert ist. Was ich aber schade fand, dass das Buch insgesamt recht ruhig war. Es war nicht direkt langweilig, aber es gab kaum größere bedeutendere Momente, die etwas verändern haben und die Handlung kam nicht wirklich voran. Trotzdem fand ich den aber den Schreibstil von Jennifer E. Smith und wie sie die Umgebung oder das Geschehene beschrieben hat, sehr schön.


Eine schöne Liebesgeschichte, über zwei Menschen an unterschiedlichen Orten mit auch guten familiären Thematiken. Ich fand es nur insgesamt zu ruhig.



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