{rezension} das unendliche meer - rick yancey

Die erste Welle vernichtete eine halbe Million Menschen, die zweite noch viel mehr. Die dritte Welle dauerte ganze zwölf Wochen an, danach waren vier Milliarden tot. Nach der vierten Welle kann man niemandem mehr trauen. Cassie Sullivan hat überlebt, nur um sich jetzt in einer Welt wiederzufinden, die von Misstrauen, Verrat und Verzweiflung bestimmt wird. Und während die fünfte Welle ihren Verlauf nimmt, halten Cassie, Ben und Ringer ihre kleine Widerstandsgruppe zusammen, um gemeinsam gegen die Anderen zu kämpfen. Sie sind, was von der Menschheit übrig blieb, und sie werden sich so schnell nicht geschlagen geben. Und während Cassie immer noch hofft, dass ihr Retter Evan Walker lebt, wird der Kampf ums Überleben immer aussichtsloser. Bis eines Tages ein Fremder versucht, in ihr Versteck einzudringen...
(Klappentext)


Achtung, es können Spoiler in Bezug auf die vorherigen Teile enthalten sein, da es sich um einen Folgeband handelt und sich diese Rezension teilweise auf Handlung und Informationen aus anderen Teil bezieht.

Nachdem ich mir Januar den ersten Teil gelesen habe und mir dieser sehr gut gefallen hat, wollte ich natürlich auch sehr gerne den Folgeband lesen.
Die Handlung schließt nahtlos an das bereits Geschehene an und der Leser erlebt zunächst mit wie es für Cassie, Ben, Ringer, Sam und die anderen weiter geht.
Hier hat mir wieder gut gefallen, wie die Charaktere zueinander reagieren (z.B. haben Ringer und Ben oft kleinere Auseinandersetzungen) und auch Cassies sarkastische Art kam wieder gut zur Geltung.
Insgesamt mochte sie charakterlich erneut einfach gerne, sie ist schlagfertig, klug, denkt schnell und überlebenstaktisch. Auch die anderen Charaktere haben mir gut gefallen, vor allem, weil sie so unterschiedlich sind und damit die Geschichte auffrischen.
Grace fand ich sehr interessant als neuen Charakter. Kaltherzig, nur auf ihre Aufgabe konzentriert und herzlos.
Auch wenn es nur wenige Momente mit Cassie und Evan gab, fand diese total schön und süß.
Der Schreibstil von Rick Yancey war wie gewohnt mit mehreren Sichten beschrieben und auch sonst hat er mir wieder gut gefallen.
Was mir beim Lesen auch ein wenig aufgefallen ist, dass der Leser bei manchen Dingen mehr wusste als die Charaktere und man über die neuen Erkenntnisse, die sie erfahren haben, nicht mehr überrascht war. Das fand ich auch ein wenig schade, aber das liegt wahrscheinlich größtenteils an den verschiedenen Sichten.
Größtenteils fand ich diesen zweiten Teil genauso gut wie den Auftakt der Reihe. Erst gegen Ende haben mich zwei kleinere Dinge gestört. Besonders den letzten Abschnitt mit Ringer, mir kam sie nicht mehr so intelligent rüber, wie ich sie eigentlich eingeschätzt hatte. Auch im Zusammenhang mit Razor fand ich die letzten Seiten irgendwie deutlich schwächer.
Und als ich im Gesamten nochmal über die Handlung des Buches nachgedacht haben, hatte ich insgesamt das Gefühl, dass gar nicht so viel passiert ist, was die Grundstory weiter gebracht hat. Zwar waren auch wieder spannende und interessante Szenen dabei, aber Teil 1 hatte einfach mehr davon und es ist mehr passiert.
Gut gefallen hat mir auch der Aspekt, dass in der zerstörten Welt in der Cassie und ihre Freunde versuchen zu überleben, Risiko, Ratten und Versprechen eine große und bedeutende Rolle spielen. Zudem bin ich gespannt, was im dritten und letzten Teil passieren wird und welche noch offenen Fragen beantwortet werden.


Vieles hat mir in diesem zweiten Teil gut gefallen, aber ich fand ihn dennoch nicht ganz so gut wie den Auftakt der Reihe.



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