{rezension} wie monde so silbern - marissa meyer



Cinder lebt bei ihrer Stiefmutter und ihren zwei Stiefschwestern, arbeitet als Mechanikerin und versucht gegen alle Widerstände, sich nicht unterkriegen zu lassen. Als eines Tages in unauffälliger Kleidung niemand anderes als Prinz Kai an ihrem Marktstand auftaucht, wirft das unzählige Fragen auf: Warum braucht Kai ihre Hilfe? Und was hat es mit dem plötzlichen Besuch der Königin von Luna auf sich, die den Prinzen unbedingt heiraten will? Die Ereignisse überschlagen sich, bis sie während des großen Balls, auf den Cinder sich einschmuggelt, ihren Höhepunkt finden. Und diesmal wird Cinder mehr verlieren als nur ihren Schuh …
(Klappentext)



Zuerstmal finde ich die Kombination aus Märchen und Sciene Fiction eine sehr schöne Idee. Diese hat die Autorin auch zum Glück gut umgesetzt (es gibt ja leider auch schon mal gute Ideen und eine schlechte Umsetzung). Dabei hat sie die Geschichte von Aschenputtel nicht exakt genau übernommen und es passieren immer unvorhergesehene Dinge, so dass die Geschichte fast das ganze Buch über Spannung hat (-> einige Details sind nicht vorhanden und verändert).
Die Szenerie, in der die Geschichte spielt, passt super zum dem Genre Märchen-Sciene-Fiction. Der Prinz wohnt in einem Schloss. Das arme Mädchen wohnt bei ihrer Stiefmutter und ihren Stiefschwester in einer engen Wohnung.
Gut macht das Buch auch, dass neben der Armut auch eine Krankheit das Land bedroht und alle auf der Suche nach einem Heilmittel sind. So spielt eine Katastophe auch noch in die Szenerie mit ein.
Auch die Charaktere machen das buch wirklich lesenswert und liebenswert.
Besonders Cinder, die Hauptprotagonistin, wirkt besonders sympathisch und der Leser kann leicht mit ihr fühlen. Als Cyborg (Mensch mit künstlichen Bauteilen) ist Cinder eine Ausgegrenzte und wird von ihrer Stiefmutter nur dazu benutzt um Geld zu verdienen. Prinz Kai ist eher undurchsichtig, man weiß nicht genau was er gerade fühlt und was er genau denkt. Trotzdem wirkt er dadurch sehr interessant und man will mehr von ihm erfahren.
Auch die Nebenfiguren wie Levana, Iko oder Peony sind auf ihre Weise interessant und auch wenn sie zum Teil böse sind, genau richtig. Viele der Personen entwickeln sich im Buch auch weiter und ändern ihre Sichtweise oder Teile von ihrem Charakter.
Besonders gut hat mir allgemein am ganzen Buch die Sache gefallen, dass es Cyborgs und Androiden gibt. Das macht meiner Meinung das Ganze interessanter, da es nicht nur einfach Menschen in der dystopischen Welt sind.
Der Schreibstil ist leicht und schön zu lesen, man fühlt sich direkt in die Geschichte hineingesetzt und kann alles miterleben.
Gut gefallen haben mir auch die Zitate aus Aschenputtel. Das Buch ist in vier Teile eingeteilt, die jeweils mit einem Zitat beginnen:
Erstes Buch : Sie nahmen ihr die schönen Kleider weg, zogen ihr einen grauen Kittel an und gaben ihr hölzerne Schuhe.
Zweites Buch : Abends, wenn sie sich müde gearbeitet hatte, kam sie in kein Bett, sondern musste sich neben dem Herd in die Asche legen.
Drittes Buch : Es hilft dir alles nichts : Du kommst nicht mit, denn du hast keine Kleider und kannst nicht tanzen; wir müssen uns deiner schämen.
Viertes Buch : Der Königssohn hatte aber eine List gebraucht und die ganze Treppe mit Pech bestreichen lassen : Da war, als sie hinabsprang, der linke Pantoffel des Mädchens hängengeblieben.





Tolles gelungenes Buch, was nicht nur durch die interessante Mischung aus Sciene-Fiction /Dystopie und Märchen so interessant ist. Mit dieser Reihe hab ich ein neues Lieblingsbuch gefunden und freue mich schon auf den nächsten Teil.





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