{rezension} skin deep - nichts geht tiefer als die erste liebe - laura jarratt




Und plötzlich ist nichts, wie es war. Jenna ist 14, als sie bei einem Autounfall ihre Freundin Lindsay verliert und selbst schwerste Gesichtsverbrennungen erleidet. Von heute auf morgen ist sie eine Außenseiterin, die in der Schule und auf der Straße angestarrt wird. Auch der junge Ryan, der mit seiner Mutter von Stadt zu Stadt zieht, ist allein. Die beiden geben einander Halt und es entspinnt sich eine zarte erste Liebe. Doch dann wird Unfallfahrer Steve ermordet und Ryan gerät unter Verdacht. Eine behutsame Liebesgeschichte mit Krimi-Elementen und Stoff zum Nachdenken über 
den Wert von Äußerlichkeiten und Freundschaft.
(Klappentext)


Am Anfang des Buches fand ich es sehr interessant, dass das Buch aus zwei verschiedenen Sichten erzählt wird. Nämlich aus der von Jenna und Ryan.
Ein Thema des Buches sind Nomaden, dieses Thema wird intensiv bearbeitet, weil Ryan sozusagen ein Nomade ist und mit seiner Mutter auf einem Hausboot wohnt, mit dem sie immer wieder illegal in anderen Städten anlegen. Es wird leider sehr deutlich wie sehr Nomaden diskriminiert werden.
Das zweite große Thema ist Jennas entstelltes Gesicht. Jeder starrt sie an und sie wird von allen anderen komisch behandelt, deswegen fühlt sich Jenna so oft einsam und falsch verstanden.
In genau in Bezug auf diese beiden Themen verhalten sich die Hauptpersonen Ryan und Jenna komplett anders als ihre Umwelt. Denn Jenna ist es egal ob Ryan ein Nomade ist und Ryan ist Jennas verletztes und entstelltes Gesicht gleichgültig. Dadurch freunden sich die beiden auch schnell an, obwohl Jenna andere Absichten hat als Ryan.
Zu anfangs fand ich Ryan ganz okay, aber nachdem man mehr über ihn erfährt, wenn die Geschichte aus seiner Sicht erzählt wird, wurde er mir immer unsympathischer. Jenna dagegen wirkte mich aber die ganze Zeit sympathisch, einfach durch ihre ganze Art und auch durch ihre Sicht. Die meisten anderen Personen in dem Roman fand ich ganz interessant, aber unsympathisch. Mit keinem konnte ich mich richtig anfreunden.
Ein großer Minuspunkt von dem Roman ist leider die Vorhersehbarkeit. Es lässt sich leicht erahnen, dass Jenna und Ryan zusammen kommen und auch dass ein Mord alles in frage stellt. Hier fehlte leider auch die Spannung, da zumindestenz ich schon erahnen konnte wer der Mörder war.
Das Buch spielt in einem kleinstädt-ähnlichen Dorf, wo jeder jeden kennt und alles von jedem mitbekommt.Das Buch ist in der Ich-Form geschrieben, aber von zwei verschiedenen Personen erzählt und somit erhält der Leser auch zwei verschiedenen Sichten auf die Geschehnissse. Es sind meistens kurze Kapitel, aber ein paar vereinzelte Kapitel sind auch länger und behandeln intensiver eine Situation. Der Übergang zwischen den Kapiteln ist für den Leser leicht und er kann dem gesamten Buch leicht folgen.



Im großen und ganzen ein nettes Buch für zwischendurch. Trotz des ernstes Themas eine eher leichtere Lektüre.


Vielen Dank an den Dressler Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

www.oetinger.de

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